Enthärtung
Das besonders weiche Wasser in Wien bietet viele Vorteile und wird seit der Römerzeit von den Bewohnern der Region sehr geschätzt. Leider verfügen nicht alle Gemeinden über weiches Trinkwasser. In manchen Gemeinden sind Trinkwasserhärten von 20°dH oder höher keine Seltenheit. Durch diese große Wasserhärte kommt es immer wieder zur massiven Verkalkung von Boilern, Wärmetauschern, Armaturen und Rohrleitungen.
Auch Geräte wie Waschmaschinen, Kaffemaschinen oder Geschirrspüler sind betroffen. Dadurch entstehen hohe Reparaturkosten an Geräten und langfristig droht der gefürchtete und sehr kostspielige Rohrinfarkt.
Um die Nachteile von hartem Wasser zu vermeiden, ist ab einer Wasserhärte von 16°dH eine Enthärtungsanlage zu empfehlen, die das Wasser weich macht. Dadurch werden teure Reparaturen vermieden.
Im Bereich Enthärtungsanlagen verfügen wir über ein breites Angebot. Aquanorm Enthärtungsanlagen funktionieren nach dem Ionen-austauscher-Prinzip und basieren auf über 50 Jahren Erfahrung in der sicheren und zuverlässigen Entfernung von
Härte im Wasser.
Der Ionenaustauscher besteht aus porösem Kunstharz. Seine besondere Eigenschaft ist das Vermögen, Ionen bei Berührung mit Lösungen auszutauschen. Das Austauschermaterial ist zunächst mit Natriumionen besetzt. Leitet man hartes Wasser über das Harz, so werden die im Wasser enthaltenen Calcium- und Magnesiumionen gegen die vorhandenen Natriumionen ausgetauscht.
Nach einem bestimmten Wasserdurchfluss ist die Oberfläche des Ionenaustauschers mit Calcium- und Magnesiumionen anstatt mit Natriumionen besetzt. Es kann kein weiterer Austausch mehr stattfinden, der Ionenaustauscher ist erschöpft.
Um den Ionenaustauscher zu regenerieren, müssen die Calcium- und Magnesiumionen wieder von der Oberfläche des Austauschers entfernt werden. Hierfür pumpt man eine Kochsalzlösung durch den Austauscher.
Bei einer erhöhten Salzkonzentration tauschen die Calcium- und Magnesiumionen ihren Platz mit den Natriumionen der Lösung. Die Oberfläche des Austauschers wird erneut mit Natriumionen besetzt. Die Anlage ist dann wieder betriebsbereit, und das Wasser kann erneut enthärtet werden.
Während des Regenerierens gelangen die vom Austauscher stammenden Härtebildner und die überschüssige Kochsalzlösung selbstverständlich nicht in das Trinkwassernetz, sondern über einen separaten Abfluss der Enthärtungsanlage direkt ins Abwasser.
Die AquaNorm Enthärtungsanlagen verfügen je nach Bauart über eine Leistung von 900l/h bis 50.000l/h und werden in folgenden Bereichen eingesetzt.
Privater Bereich:
- Enthärtung zum Schutz vor Kalkablagerungen im Installations- und Sanitärbereich
- Enthärtung zur Verbesserung des Pflanzenwachstums
- Enthärtung des Speisewassers von Schwimmbädern
Industrieller Bereich:
- Krankenhäuser und Dialysestationen
- Prozesswasser für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
- Prozesswasser für die Pharma- und Chemische Industrie
- Prozesswasser für die Farben- und Metallindustrie
- Kesselspeisewasser und Kühlwasseraufbereitung
- Spülwasser für die Elektronik- und Glasindustrie
- Private und öffentliche Labors
- Speisewasser für Luftwäscher
- Rauchgasreinigung und Autowaschstraßen
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